Betrunken am Lenker

Gerade in der Biergartenzeit lässt der ein oder andere Autofahrer das Auto stehen und steigt auf das Fahrrad um.

Allerdings gelten auch hier Gesetze, welche den Konsum von Alkohol am Lenker regeln. So kann auch ein Fahrradfahrer nach §316 Strafgesetzbuch bestraft werden, wenn er unter Einfluss von Alkohol oder Drogen nicht in der Lage ist, sein Fahrzeug sicher im Verkehr zu führen. Da mit einem nicht-motorisierten Fahrzeug nicht so gravierende Schäden angerichtet werden können, gilt bei der Benutzung des Fahrrads ein vermindertes Strafmaß. Es werden hier Grenzwerte aus verschiedenen medizinischen Gutachten zu Rate gezogen. So geht man spätestens bei 1.6 Promille von einer absoluten Fahruntüchtigkeit aus. Sollten je nach Fahr-Stil noch Schlangenlinien dazu kommen, so wird schon früher von einer Fahruntüchtigkeit ausgegangen. Völlig auf der sicheren Seite ist nur der, der unter einer Grenze von 0,3 Promille bleibt.

Zuwiderhandlungen werden meist mit Geldstrafen geahndet. Es können aber mit Freiheitsstrafen von einem, bzw. bei besonderer Gefährdung von Personen oder teuren Schäden, von bis zu fünf Jahren gerechnet werden.

Auch für den KFZ-Führerschein kann eine Alkohol-Fahrt auf dem Fahrrad Folgen haben. So wird regelmäßig ab einer Grenze von 1,6 Promille eine MPU angesetzt, in welcher die Fahreignung des Fahrers grundsätzlich überprüft wird. Im schlimmsten Fall kann es anschließend zum Entzug der Fahrerlaubnis bzw. sogar dazu führen, dass dem Fahrer jegliche Teilnahme am öffentlichen Verkehr  mit einem Fahrzeug, also auch auf dem Fahrrad, untersagt wird.

 

Weitere Fragen zum Thema beantworten Ihnen gerne unsere Fachanwälte für Verkehrsrecht Wolfgang Schliecker und Dr. Christian Schliecker.