Diskriminierung von Frauen – Entgelttransparenzgesetz

Dem Gesetzgeber ist bekannt, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt ca. 20 % weniger verdienen als die Männer. Gestritten wird darüber, ob es hierfür Gründe gibt.

Auf Druck der SPD hat der Bundestag vor kurzem das so genannte Entgelttransparenz Gesetz verabschiedet. Es ist im Juli 2017 in Kraft getreten. Wie in vielen arbeitsrechtlichen Gesetzen werden kleinere Unternehmen ausgenommen. Hier liegt die Grenze bei 200 Beschäftigten. In größeren Betrieben hat in Zukunft die Frau also einen Anspruch auf Auskunft, was Männer mit vergleichbarer Tätigkeit verdienen.

Damit sich die Arbeitgeber auf das neue Gesetz einstellen können, gibt es den Auskunftsanspruch erst ab Januar 2018. Der Anspruch muss schriftlich oder per E-Mail geltend gemacht werden. Es muss die Vergleichstätigkeit benannt werden.

Das Schriftstück ist in den Betrieben, die einen Betriebsrat haben, an ihn zu richten. Dieser leitet das Begehren dann anonymisiert an den Chef weiter. Dieser erfährt also nicht, wer hier glaubt, zu schlecht bezahlt zu sein. In Betrieben ohne Betriebsrat richtet man das Schreiben direkt an die Personalabteilung.

Arbeitgeber können sich darauf berufen, dass es sachliche Gründe gibt für eine schlechtere Bezahlung von Frauen. Es ist dann die Aufgabe des Vertreters von Arbeitnehmerinnen, sich mit diesen Argumenten auseinanderzusetzen.

Wer also mit der Antwort seines Arbeitgebers nicht einverstanden ist, schaltet möglichst einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht ein.