Gut informiert ins neue Jahr…

Die wichtigsten Gesetzesänderungen zum 01.01.2018 im Kurzüberblick:

Familien

Das monatliche Kindergeld wird um zwei Euro angehoben. Für die ersten beiden Kinder gibt es je 194 Euro pro Monat, beim dritten Kind 200 Euro und bei jedem weiteren Kind 225 Euro.

Bei minderjährigen Trennungskindern steigt der Mindestsatz beim Unterhalt.

Schülerinnen und Studentinnen können künftig Mutterschutz in Anspruch nehmen.

Es gelten kürzere Antragsfristen für rückwirkende Kindergeldanträge

Autofahrer

Die Abgasuntersuchung wird verschärft: Anders als bisher ist die sogenannte Endrohrmessung in jedem Fall Pflicht – auch wenn bei der elektronischen On-Board-Diagnose kein Fehler entdeckt wurde. Neuwagen müssen ab September 2018 die strengere Schadstoffklasse 6c erfüllen. Für Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h – wie Mofas und Quads – gilt bereits bei einer Erstzulassung ab dem 01.01.2018 die verschärfte Schadstoffnorm Euro 4.

Verbraucher

Aufschläge beim Zahlen per Kreditkarte entfallen

Bei einem Missbrauch der Bank- oder Kreditkarte haften Kunden ab Januar 2018 nur noch mit einem Betrag von 50 Euro, solange sie die Karte oder das Online-Konto nicht gesperrt haben

Rentner

Wer ab 2018 eine Erwerbsminderungsrente bezieht, weil er aus Gesundheitsgründen nicht mehr arbeiten kann, wird bessergestellt. Bisher werden Betroffene bei der Rente so gestellt, als hätten sie bis zum 62. Lebensjahr gearbeitet. Diese Grenze wird nun stufenweise bis zum Jahr 2024 auf 65 Jahre angehoben.

Geringverdiener

Der Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger steigt von 409 auf 416 Euro pro Monat. Bei Paaren gibt es künftig 374 Euro pro Person – 6 Euro mehr als bisher. Die monatlichen Sätze für Kinder steigen abhängig vom Alter um drei bis fünf Euro.

Immobilienbesitzer

Personen, die ein Haus bauen können den Vertrag mit einem Bauunternehmer künftig innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Zudem müssen die Bauverträge mehr Details und klare Fristen enthalten. So muss die Baufirma unter anderem einen verbindlichen Termin angeben, zu dem das Gebäude fertig wird.

Zum 05.01.2017 tritt das Hochwasserschutzgesetz II in Kraft. Davon betroffen sind auch Wohnhäuser in Gebieten mit einem Hochwasserrisiko. So müssen danach neu installierte oder erneuerte Heizöltanks künftig besser vor Wasser geschützt werden.

Neues Werkvertragsrecht

Es gilt das neue Werkvertragsrecht für alle Werkverträge, die ab 01.01.2018 geschlossen werden. Das ist die größte Reform des Werkvertragsrechts seit dem über 120-jährigen Bestehen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). In die neuen §§ 631 ff. BGB wurden insb. verschiedene Regelungen explizit für den Bau- bzw. Verbraucherbauvertrag aufgenommen. Aber auch der Architekten- und Bauträgervertrag wird gesetzlich neu geregelt.