Rechtliches rund um den Hund

Früher waren Hunde nur Schutz-oder Jagdhunde. Heute sind sie vielfach Begleiter des Menschen. Gerade in der zweiten Lebenshälfte sind sie oft unersetzlich. Dennoch stellen sich einige rechtliche Fragen:

Welche Hunde darf ich halten? In Rheinland-Pfalz ist dies im Hundegesetz geregelt. Verboten, beziehungsweise eingeschränkt, ist das Halten von so- genannten gefährlichen Hunden.

Darf ich den Hund frei laufen lassen?Auch dies ist Landesrecht, insbesondere Ortsrecht. Hier ist auf die Verordnungen der jeweiligen Gemeinden Rücksicht zu nehmen. Üblich ist, dass Hunde innerhalb der geschlossenen Ortschaft angeleint werden müssen. Im Außenbereich ist es generell erlaubt, Hunde frei laufen zu lassen. Für besonders schutzwürdige Gebiete kann es aber Verbote geben.

Die Hinterlassenschaften des Hundes ist stets zu beseitigen. In vielen Gemeinden wird bei einem Vergehen ein Bußgeld verhängt. Grundsätzlich hat man für das, was der Hund anstellt, zu haften. Entsprechende Haftpflichtversicherungen sind in den meisten Ländern vorgeschrieben. Wo dies nicht der Fall ist, sind sie zumindest äußerst sinnvoll. Nachdenken muss man auch über eine Krankenversicherung für den Hund. Insbesondere in den späteren Lebensjahren können auch Hunde krank werden.

Darf ich den Hund mit zur Arbeit nehmen? Zu diesem Thema gibt es bereits einen Bundesverband.Es gilt der Grundsatz, dass der Arbeitgeber darüber entscheidet, ob ein Hund mitgebracht werden darf. In der Buchhaltung oder in sonstigen Bereichen, die kaum etwas mit Kunden zu tun haben, wird der Hund aber durchaus häufig akzeptiert vom Arbeitgeber. Was ist aber, wenn Kollegen Probleme bekommen oder der Hund sich anders entwickelt als vorhergesehen? Für diese Fälle gibt es gerichtliche Entscheidungen, dass der Arbeitgeber sein Einverständnis zurücknehmen kann. Generell kann man davon ausgehen, dass der Arbeitgeber auf seinem Direktionsrecht nur bei konkretem Willen, sich wirklich rechtlich zu binden, verzichtet. Eventuell bietet sich hier eine schriftliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber an. Dies insbesondere dann, wenn es sich um die Anschaffung eines teuren Hundes handelt.

Bei rechtlichen Problemen steht ihnen die Rechtsanwälte der Kanzlei Schliecker zur Seite!